Kategorie E
Es ist Februar und kalt. Zwei Jugendliche vom Lande stehen im Nirgendwo und suchen nach einem Geist. Die erhofften Antworten auf die Frage nach dem sinn des Lebens scheinen unter gigantischen Strommasten in der Luft zu schweben.
Jurybegründung
Die große Frage nach den letzten Dingen wird auf den Boden eines winterlichen Kartoffelackers heruntergeholt. Lakonischer Humor, schön komponierte Bilder, cleveres Casting und ein stimmiger Rhythmus.
Seit Beginn der Menschheit suchen Menschen die Grenzen des menschlichen Seins. Wie weit, wie hoch, wie schnell kann ich gehen bis mein Körper mich im Stich lässt? Ein Dokumentarfilm über zwei Freunde auf der Suche nach einer unsichtbaren Grenze.
Im Wechsel von Licht und Schatten finden sich zwei Figuren. Treffen sich Parallelen in der Unendlichkeit?
Ein berührendes Verhältnis in Schwarz und Weiss.
Benoît loge dans un hôtel. A la recherche d'un appartement il va élaborer un jeu de rôle avec sa voisine de chambre, pour acquérir un appartement plus facilement. Mais elle n'a pas la même notion du jeu que Benoît.
Ein Kurzfilm, welcher in einem subjektiven Blickwinkel versucht Widersprüche zwischen Gewaltanwendung und passivem Gewaltkonsum in einem Film zu vereinen. Ein Ausflug in eine subjektive Welt welche oft der Objektiven entspricht.
Ohne einander zu kennen leben zwei Nachbarn ein einsames Leben. Doch die Wand ist aus Papier und wird dünner und dünner und immer zerbrechlicher, bis schliesslich ein geheimnisvoller Lichtschimmer von nebenan alles verändert.
Was den Plattenleger Rudy noch am Leben hält, sind saftige Schnitzel und Faustballspiele mit seinem Freund Markus. Als der Schnupperstift Asim in Rudys Alltag eindringt, wird diese Freundschaft auf die Probe gestellt.
Beim Wischen des Waschküchenbodens stösst ein alter Hausmeister auf Tanzspuren, die längst vergessene Gefühle in ihm wecken.
Jurybegründung
Für die perfekte Animationstechnik. Danke für den bildschönen Tango.
Sie sitzt im Zug. Er setzt sich ihr gegenüber. Sie kennen sich nicht. Das gemeinsam gehörte Gespräch der Sitznachbarn verbindet sie für eine Zugstation. Ein alltäglicher Dialog, dem sich niemand entziehen kann.
Jurybegründung
Scharf beobachtete Züge: Die präzise Rekonstruktion einer alltäglichen Bahnfahrt gerät zum Porträt einer Ehe, erzählt beiläufig eine Liebesgeschichte und führt vor, wie unfreiwillige Zeugen einer privaten Unterhaltung eine kuriose Komplizenschaft entwickeln.
Seit Jahrzehnten arbeitet Roger auf einem Autofriedhof, seinem Universum aus Schrott und Natur. Aufgrund eines Gemeindestreits sieht sich Roger plötzlich gezwungen, Leiche um Leiche zu bergen und zur Versteigerung freizugeben. Eine Parabel auf das Leben und den Tod.
Jurybegründung
Blindspot-Preis: Beerdigung eines Friedhofs entführt den Zuschauer an einen magischen Ort und gibt auf unaufdringliche Weise Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten. Mit seiner Nostalgie, der Prise Humor und stimmungsvollen Bildern hat er die Blindspot-Jury überzeugt.
Durch die Ausstattung des Films mit erweiterten Untertiteln und Audiodeskription sollen auch Zuschauer mit einer Seh- oder Hörbeeinträchtigung diesen Mikrokosmos uneingeschränkt erleben können.
Dutzende Emigranten besteigen einen überfüllten Camion. Die Reise durch die Wüste bis ans Meer und mit einem kleinen Fischerboot nach Europa ist gefährlich und voller Tücken. Dem Überlebenskampf folgt ein ungewisses Ende.
Jurybegründung
Mit einfachen Strichen nimmt der Film uns mit auf eine grotesk-makabere und gnadenlose Odyssee, deren schwarzer Slapstick-Humor zuerst belustigt, die dann aber in einen Schluss mündet, der uns das Lachen im Hals stecken lässt. Das Unerträgliche erscheint uns unglaubwürdig, weil es für uns unvorstellbar ist.



